Programm

zur Programmübersicht

Madiba 100 years - Konzert zum Gedenken an Nelson Mandela

Sa 18.08.2018, 19:30 Uhr

Ort:
Kulturkirche St. Stephani, Stephanikirchhof 8
28195 Bremen

Stephanikirchhof 8
28195 Bremen

mit:
Special guest: Melvin Peters, Durban / Südafrika - Klavier

Special guest: Melvin Peters, Durban / Südafrika - Klavier
Mit: Die Bremer Saxen. Solo & Leitung: Peter Dahm
mit Uli Sobotta - Euphonium, Gitarre, Ralf Stahn - Kontrabass, Günter Orendi - Schlagzeug. Außerdem: Chorprojekt Shosholoza, Tim Günther - Orgel und Klavier. In Kooperation mit der Senatskanzlei der Freien Hansestadt Bremen, der Bremischen Evangelischen Kirche und der Städtepartnerschaft Bremen-Durban. Eintritt: 16 Euro / 9 Euro

Ein Konzert zu Ehren von Nelson Mandela, dem südafrikanischen Freiheitskämpfer, dem ersten Präsidenten eines demokratischen Südafrika, dem weltweit unangefochtenen Vorbild für Frieden und Versöhnung, anlässlich seines 100. Geburtstages (18. Juli 1918). Sein Clanname war Madiba, von vielen wurde er Tata Vater genannt.

Im Konzert erklingen südafrikanische Melodien und Rhythmen, Psalmen, Jazzimprovisationen und Kampflieder


Melvin Peters
erhielt seinen ersten klassischen Klavierunterricht mit sechs Jahren und behielt ihn bis zu seinem Studium bei. Während seiner Ausbildung zum Bachelor of Music nahm er ab 1983 Unterricht im Jazz-Klavier bei Darius Brubeck und schloss 1989 mit dem Master of Music in Jazz Performance ab.
Zwischen 1990 und 2000 war Peters Dozent in der Jazz-Fakultät der Universität von Durban-Westville und erhielt 1998 ein zweijähriges Stipendium an der Harvard Universität. Es entstand eine rege internationale Konzerttätigkeit mit Auftritten in Australia, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden und den USA.

Melvin Peters trat mit zahlreichen südafrikanischen Jazzmusikern auf, unter anderem mit Gloria Bosman, Tandie Klaasen, Winston Mankunku, Barney Rachabane und Sandile Shange.
Er arbeitete mit internationalen Stars wie Herb Ellis und Ginger Baker, war musikalischer Partner von Dave Brubeck und als Pianist und musikalischer Leiter des Cape Town Jazz Orchestra von Abdullah Ibrahim.

Peters entwarf und leitete musikalische Events, unter anderem die Fernsehshow Dont Forget the Lyrics, aufgenommen im Jahr 2009 in Nigeria, die Bühnenshow Jimbo im Playhouse Theatre in Durban, außerdem ebenfalls 2009 die Production Birth of the Blues im Rahmen des Durban International Blues Festivals. Er lehrte und konzertierte beim Jazzfestival für nationale Schulen in Grahamstown. 2011 führte er gemeinsam mit dem Kwazulu-Natal Philharmonic Orchestra die Produktion Mandela-Trilogy und veröffentlichte eine CD mit der Band Quattro Fusion.

Als Organist, Kirchenmusiker und Chordirektor arbeitet Melvin Peters in der St. Pauls-Kirche in Durban und gehört zur Prüfungskommission der University of Kwazulu-Natal und der University of South Africa. Außerdem wer er Vorstandsmitglied der Royal School of Church Music in Kwazulu-Natal, in der er auch weiterhin eine aktive Rolle spielt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Jugendlichen. Peters ist Vorstandsmitglied sowohl in der öffentlichen Musikschule Durban Ukasa als auch im Straßenkinderprojekt Umthombo, dessen Vorstand Peters angehört. "Umthombo" ist unter anderem berühmt geworden für seine Straßenkinder-Surf-Weltmeisterschaften.


Die "Bremer Saxen"
sind ein Ensemble, deren Mitglieder zwei Dinge gemeinsam haben: sie lieben es, gemeinsam Musik zu machen und musikalisch in die Ferne zu schweifen.
Das Ensemble gibt es mit leicht wechselnder Besetzung seit 1993. In dem Ensemble spielen zwischen 12 - 15 Saxofonisten, Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxofon. Die Leitung hat Peter Dahm.

Peter Dahm
machte mit 12 Jahren seine ersten musikalischen Erfahrungen: Er schrieb Lieder und sang sie zur Gitarre. Von je her war er besessen davon, Musik zu machen und kam schließlich über Umwege und mehrere Ausbildungen tatsächlich dazu. Dahm ist versierter Saxonphonist, Komponist und Arrangeur, Mitglied und Bandleader verschiedener Formationen, Pädagoge, künstlerischer Leiter der kulturwerkstatt westend in Bremen, Veranstalter und Initiator ganz verschiedener, sehr profilierter internationaler Projekte. Ein exzellenter Netzwerker.

SHOSHOLOZA ist Xhosa und heißt "Vorwärts! Voran!"
Das Chorprojekt SHOSHOLOZA, besteht aus etwa 45 Frauen und Männer aus dem Raum Oldenburg-Bremen. Ehemals stark verwurzelt in der Anti-Apartheid-Bewegung und mit südafrikanischen Widerstands- und Freiheitslieder in den Sprachen der schwarzen Völker Südafrikas im Programm informiert SHOSHOLOZA heute über Traditionen und über historische sowie aktuelle Entwicklungen in Südafrika zu informieren. Dazu dienen Lieder aus dem täglichen Leben und über aktuelle gesellschaftliche Probleme in der Post-Apartheid-Ära wie HIV/AIDS. In Konzerten wird aber auch die Unterdrückungsgeschichte der Nicht-Weißen Bevölkerung Südafrikas während der Apartheid in Liedern und Spielszenen (Story-Telling) dargestellt.

Gegründet im März 1989 konnte SHOSHOLOZA (damals noch Tshotsholoza) sich mit dem Singen von Freiheitsliedern und Liedern aus dem Widerstand gegen das Apartheidsystem in den Sprachen der schwarzen Völker Südafrikas aktiv in der Anti-Apartheid-Bewegung engagieren. Inspiration und Anleitung erhielt SHOSHOLOZA bereits vor Projektgründung durch Begegnungen mit dem damals im europäischen Exil lebenden ANC-Mitglied James Madhlope Philipps (1987) sowie durch Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer CASA-Koor (CASA = Culture for Another South Africa) als Vorbild für dieses ausschließlich auf das Thema Südliches Afrika bezogene Projekt.
Zahlreiche Kontakte und Workshops mit Künstlern und Gruppen aus dem südlichen Afrika haben seit Gründung immer wieder zur musikalischen Weiterentwicklung des Chorprojekts wie auch zur fortwährenden Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen gesellschaftspolitischen Themen aus dieser Region beigetragen. Dazu zählen Treffen und Workshops SHOSHOLOZAS mit den SWAPO-Chören aus Namibia (1989) und mit den südafrikanischen Künstlern Sophie Mgcina(1994), Hlekelo L. Mphalele (Ndonda Khuze) (1995), Busi Mhlongo,(1997), Sipho Nkosiyane (2000), Raymond Vuyo Mantinyana (1997-2001) und Monde Wani (seit 2002).

Einen ganz besonderen Höhepunkt für das Chorprojekt SHOSHOLOZA stellt die Begegnung mit Nelson Mandela im Mai 1996 dar, als dieser in seinem Amt als Präsident der Republik Südafrika zu einem Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland weilte. Das kleine Konzert für Madiba, ein kurzes gemeinsames Singen mit ihm und seine Ansprache an SHOSHOLOZA wird allen Beteiligten des Chores unvergessen bleiben.
Weitere wichtige Stationen in der Geschichte des Chorprojekts sind die 3 Chorreisen nach Südafrika (1997, 2002, 2008), bei denen SHOSHOLOZA Gelegenheiten hatte, konkrete Erfahrungen mit Land und Menschen zu sammeln, sich mit Situationen, Ängsten und Hoffnungen der sich entwickelnden Rainbow-Nation auseinander zu setzen. Jenseits der üblichen Touristenpfade traf das Ensemble dabei mit zahlreichen Chören, mit Politikern und Idolen aus der Freiheitsbewegung (Walter Sisulu) zusammen, besuchte Townships, Dörfer und Großstädte, tauschte sich mit Institutionen, Projekten und Initiativen aus.

Kulturkirche St. Stephani auf FacebookÖffnungszeiten:
Zu Veranstaltungen; Di bis So, 11.00 bis 17.00 Uhr.